Wussten Sie, dass Sie bei einer Abschmelzleistung von 9,6 kg pro Stunde bis zu 66 % der Schweißkosten einsparen können?
Die Arbeitskosten machen mehr als 80 % der Schweißkosten aus. In diesem Blog stellen wir Ihnen einen einfachen Schritt-für-Schritt-Plan vor, mit dem Sie die Lohn- und Lohnnebenkosten pro Meter Schweißnaht senken können.
Wollen Sie die Arbeitskosten pro Meter Schweißnaht senken?
Um dies zu erreichen, müssen wir uns auf die kontrollierbaren Kostenfaktoren konzentrieren, insbesondere auf die effektive Schweißzeit. Wie können wir die Arbeitskosten pro Meter oder pro Teil senken? Ein wichtiger Faktor ist die Erhöhung der Abschmelzleistung, z. B. durch höhere Stromstärken.
Je höher die Stromstärke, desto höher die Abschmelzleistung, desto schneller sind wir fertig!
Um zu bestimmen, wie viel Strom wir auf ein bestimmtes Werkstück oder eine bestimmte Art von Schweißnaht aufbringen können, müssen wir zunächst herausfinden, welches Schweißverfahren am besten geeignet ist. In der Praxis treffen wir auf viele verschiedene Faktoren: Materialart, Materialdicke, Schweißposition, Zwischenlagentemperaturen etc. - All diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, um das richtige Verfahren und den richtigen Zusatzwerkstoff zu wählen.
SMAW (E-Hand), Schweißen mit Stabelektroden
Das Schweißen mit Stabelektroden ist ein Verfahren, das heute nur noch selten für die Fertigung, sondern meist für Reparaturen (Instandhaltung) gewählt wird. Um einen Überblick über alle Schweißverfahren zu geben, wird es dennoch betrachtet. Wenn wir z.B. im Schiffbau 280 Ampere auf das zu schweißende Werkstück aufbringen können (z.B. Kehlnaht, PA-Stellung, kurze Naht), kann es manchmal schneller und einfacher sein, eine Elektrode zu verwenden.
Ausgehend von 280 Ampere und einer gleichmäßigen Einschaltdauer von 40 % ergibt sich ein Preis von ca. 750 € pro 15 kg aufgeschmolzenem Schweißgut.
GMAW (MAG), Schweißen mit Massivdraht
Es ist das am weitesten verbreitete Schweißverfahren und hat in den letzten 25 Jahren die größten Fortschritte gemacht. Vom Dünnblechschweißen, z.B. mit einem Drahtdurchmesser von 1,2 mm, mit ca. 80 Ampere bis zum Hochleistungsschweißen mit ca. 280 Ampere ist es ein flexibles und hoch automatisierbares Schweißverfahren. Ausgehend von einer Rolle Schweißdraht (15 kg) pro Schweißer und Tag beim Handschweißen ergibt sich eine Einschaltdauer (Zeit, in der der Schweißer tatsächlich schweißt) von ca. 40 %.
Unter Berücksichtigung zusätzlicher Kosten wie Gaskosten, Arbeitskosten, Reinigungskosten und Abschreibung ergibt sich in unserem Beispiel ein Preis von ca. 600 € für das Einschmelzen von 15 kg Schweißdraht.
Das Unterpulverschweißen hat 3 wichtige Säulen, warum dieses Verfahren immer einen Platz in der Industrie behalten wird.
- Sehr hohe Stromstärken und damit Abschmelzleistungen möglich
- Kein Schweißrauch
- Keine Lichtbogenexposition für Schweißer und Umgebung
Dieses Schweißverfahren wird in der Regel dort eingesetzt, wo wir Ströme von mehr als 350 Ampere auf das Werkstück übertragen können. Denken Sie an sehr große Anlagen und Wandstärken wie Windkraftanlagen oder Bodenplatten im Schiffbau. Selbst bei großen Rohrleitungen übertrifft dieses Verfahren aufgrund der höheren Strombelastbarkeit oft das MSG-Verfahren.
Die gebräuchlichsten Schweißarbeiten mit dem SAW-Verfahren liegen bei etwa 600 Ampere mit einem 4,0-mm-Volldraht. Schauen wir mal, wie es mit den Kosten aussieht.
Bei gleichem Stundenlohn und den Kosten für Draht und Pulver kann man bei diesem Verfahren von einer Ausbringung von ca. 8 kg pro Stunde ausgehen, wobei die Einschaltdauer in der Regel sehr hoch ist und wenig Aufwand für den Schweißer erfordert. Geht man von einer gleichmäßigen Einschaltdauer von 40 % und einem Gesamtauftrag von 15 kg aus, so ergeben sich nur 300 € an Gesamtschweißkosten.
Aus den bisherigen Berechnungen geht hervor, dass die Höhe des Stroms und damit die Abschmelzleistung maßgeblich die Gesamtschweißkosten bestimmt. Deshalb erzielen wir im Allgemeinen die wirtschaftlichsten Ergebnisse mit dem UP-Verfahren über 350 Ampere.
Die Einbringleistung ist der Anteil des geschmolzenen Zusatzwerkstoffs, der tatsächlich in der Schweißnaht landet. Der Verlust ist Schlacke und Spritzer.
Typische Werte sind wie folgt:
| GMAW | 94-98% |
| SAW | 94-98% |
| MCAW | 90-96% |
| FCAW | 80-90% |
| SMAW | 55-60% |
Das GMAW( MAG)- Verfahren bietet die Möglichkeit, mit hohen Leistungen zu arbeiten, die bis vor kurzem in der Praxis schwer oder gar nicht anwendbar waren. In diesem letzten Teil des Blogs stellen wir Ihnen eine neue Entwicklung vor, die es ermöglicht, mit 350 Ampere eine Abschmelzleistung von 9,6 kg pro Stunde zu erreichen. Für dieses Verfahren benötigen wir 3 Dinge:
1) Eine starke Stromquelle mit 400 Ampere / 100% ED
2) Mischgas 92/8 Ar-CO₂
3) CEWELD Ultra Clean III Massivdraht geeignet für Drahtvorschübe von 18 m/min und mehr
Eigentlich handelt es sich um ein Standard-MAG-Verfahren, aber wir haben dieses Verfahren mit dem Schweißdraht CEWELD Ultra Clean III mit einer Drahtvorschubgeschwindigkeit von 18 Metern pro Minute und einer Abschmelzleistung von nicht weniger als 9,6 kg pro Stunde zu einem Hochleistungsverfahren (UC II HD-MAG) weiterentwickelt. Stellt man dieses Schweißverfahren neben die 3 vorgenannten Schweißverfahren, so erhält man die gleichen 15 kg Schweißdraht mit der gleichen Einschaltdauer von 40 % für 200 € Gesamtschweißkosten.
|
Prozess |
Preis per 15kg Einbringung |
R Nummer |
Kostenersparnis |
|
GMAW |
€600,- |
100% |
0% |
|
SMAW |
€750,- |
120% |
+20% |
|
SAW |
€300,- |
50% |
-50% |
|
UC III-HD MAG |
€200,- |
33,3% |
-66,66% |